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CB-Funk – kostengünstigste Betriebsfunk-Alternative

CB-Funk


CB-Funk ist meist anmelde- und gebührenfrei und in diesen beiden Punkten den Konkurrenten Betriebsfunk und Mobiltelefon überlegen.

Die geschichtliche Entwicklung

S
chon in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts kamen transportable Funkgeräte in Röhrentechnik beim Militär sowie beim Luftverkehr und im Schiffsfunk zum Einsatz.1960 waren CB-Funk-Handgeräte, vornehmlich japanischen Ursprungs, auf dem deutschen Markt erhältlich. Wir nannten sie damals, aufgrund ihrer teilweise 1,5 m langen Teleskopantennen, die für den 11-m-Kurzwellen-CB-Funkbereich erforderlich waren, Handsprung-Fechtgeräte. Ab 1970 reparierte der Verfasser dieser Zeilen neben den Funkgeräten und Autotelefonen anderer Funkdienste auch die 11-m-CB-Funkgeräte. In dieser Zeit waren bei uns hauptsächlich Tokai-TC-130- und Fieldmaster-Handgeräte im Einsatz. Später kamen auch Uniden und Zodiac dazu. Große Baufirmen, wie in München Kunz & Co., verwendeten diese Geräte sehr gerne, bei denen später auch flexible Aufsteckantennen zum Einsatz kamen. Heutzutage werden Geräte im VHF-Freenet-Bereich oder im UHF-PMR-Frequenzbereich in Analogtechnik wie auch im UHF-PMR-Frequenzbereich mit abhörsicherer und verschleierter digitaler PMR-/DMR-466-er-Technik eingesetzt.

Betriebsfunk auf Kurzwelle vermeiden

CB-Funk ist ein zuverlässiges Kommunikationsmittel, wenn er nicht gerade in den ISM-(Industrial Scientific Medical)Frequenzbereichen betrieben wird. Das sind die Frequenzbereiche im klassischen 11-m-CB-Funk-Kurzwellenband sowie im 70-cm-LPD-Handfunkgeräte-Bereich.
Mit Industrial sind Industrie-Hochfrequenz-Generatoren großer Leistung gemeint, wie sie beispielsweise zum Trocknen oder Schweißen eingesetzt werden können.
Mit Scientific-Applikationen gelangen in den verschiedensten Bereichen der Wissenschaften Hochfrequenz-Anwendungen großer Leistung zur Anwendung.
Last but not least hat man im medizinischen Bereich seit mindestens 75 Jahren große Heilerfolge durch Hochfrequenz-Bestrahlungen erreicht. Die HF-Generatoren im Ausgangsleistungs-Bereich von 500 W...1,0 kW sind meist in Arztpraxen zu finden.
Falls von größerem Interesse möchte ich Ihnen als Quelle Wikipedia nennen, in der sie auch die exakten Frequenzen finden können.

Baufirmen, Eventveranstalter, Kurierdienste und Logistikunternehmen bedienen sich der preiswerten leichten und leistungsstarken Handfunkgeräte. Und nicht nur sie – auch viele anderen Branchen profitieren von der zuverlässigen Technik.

Was in Deutschland einmal die Deutsche Bundespost (DBP) mit ihren Oberpostdirektionen (OpD) und Fernmeldeämtern (FA) war, sich dann Bundeamt für Post und Telekommunikation (BAPT) nannte, danach in Regulierungsbehörde für Post und Telekummnikation (RegTP) umbenannt wurde, ist jetzt die Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur mit Außenstellen ist für die Funkhoheit zuständig, so z. B.auch für Anträge auf Kurzwelle für den gewerblichen CB-Funk auf den Kanälen 41 bis 80 des 11-m-CB-Funk-Bands.

Krone des Betriebsfunks ist der Selektivruf

Die Knappheit an Frequenzen kann dazu führen, dass mehrere Interessengruppen sich auf einer Frequenz befinden können. Damit es hier nicht zu gegenseitigen Kollisionen kommt, beispielsweise dass zwei oder drei Teilnehmer durch gleichzeitiges Senden ungewollt zwei oder drei der Empfangs-Teilnehmer beeinflussen, hat man schon vor langer Zeit den Selektivruf eingeführt.
Der Selektivruf brachte auch den Vorteil, dass man den Empfang so lang stummschalten konnte, so lang keine Auswertung vorhanden war. Das brachte den Vorteil, dass die Funkteilnehmer nicht permanent durch die Belegung der Frequenz beeinflusst wurden. Außerdem begann man schon früh mit einem Quittungsruf zu quittieren, so dass der Rufende auch wusste, ob er den Gerufenen erreicht hatte, beispielsweise wenn der sich gerade nicht in seinem Fahrzeug befand und deshalb nicht antworten konnte.

Stimmgabeln und Zungenfrequenzfilter

Am Anfang stand der Selektivruf mit Stimmgabel-Oszillator und Zungenfrequenzfilter (Stimmgabel-Auswerter). Um innerhalb des Übertragungsbandes mehr Möglichkeiten für viele Teilnehmer zu schaffen, wurden Doppeltongeber und -auswerter, ebenfalls in Stimmgabel-Geber- und -auswerter-Technik geschaffen. Der Selektivruf mittels Stimmgabeln ist sehr selektiv (+/- 1,0 Hz) und benötigt daher auch eine gewissen Einschwingzeit. Außerdem führten Intermodulationen auf dem Übertragungsweg dazu, dass die Doppelton-Auswertung nicht immer gelang und daher mehrfach angewendet werden musste.

Fünffachfolgeton-, MFV- Subton- und
Digtalruf-Verfahren


Als Folge wurde der serielle Fünfton-Selektivruf-Geber-Auswerter mit Stummschaltmöglichkeit und Quittungsruf eingesetzt. Er wird bei Taxi-, Betriebsfunkunternehmungen und Arztpraxen heute noch verwendet. Letztere benutzen ihn mit einem Anrufsekundärempfänger, der den Quittungsruf des Mobilfunkgeräts auswertet. Auch analoge Polizei-Funknetze haben ihn immer noch im Einsatz. Für diese Fünfton-Systeme gab es mehrere Normtonreihen.

Parallel dazu entstanden MFV-Doppeltongeber / -auswerter auch mit der Bellschen Tonreihe. Western Electric und Automatic Electric waren in den USA hierin führend und es dauerte nicht lange, da waren die Touch-Tone-Encoder mit den passenden Decoder-Platinen auch bei uns in Deutschland zu haben. Das MFV (Multi-Frequenz-Verfahren) wird heute noch neben dem Impulsverfahren im analogen Telefonverkehr weltweit eingesetzt.

G
leichkanalstörungen und Doppelfrequenzbelegungen, z. B. mit Kabel-Fernseh-Sonderkanälen in den VHF-Funkbändern, machen den mittels Subtönen selektiv aktivierten Empfang unumgänglich. Hier gelangen Tonfrequenzen unterhalb des Sprachfrequenzbereichs zum Einsatz. Werden sie vom Auswerter erkannt, wird die Wiedergabe aktiviert. Dieses Prinzip ist auch als CTCSS-(Continous Tone Coded Squelch System)Verfahren bekannt. Dazu gesellt sich das DCS-(Digital Coded Selective Call)Prinzip. Beide Verfahren miteinander kombiniert ergeben eine Fülle von Kombinationen.

Die
Betriebsparameter-Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Verfahren, Frequenzbereiche, Leistungen und Reichweiten.






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