WWW.FUNKSIGNAL.DE


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


7. Dezember 1988 – Erdbeben in Armenien – Sowjetische Funkamateure vor Ort

Amateur-Funkdienst > Retter in der Not, Teil 1A, 1B, 1C > Retter in der Not, Teil 1C



7. Dezember 1988
Erdbeben in Armenien – Sowjetische Funkamateure vor Ort


Das nördliche Armenien wird morgens um 11 Uhr 41 Ortszeit von einem schweren Erdbeben erschüttert. Der Wert auf der Richterskala beträgt 6,8. Die Stadt Spitack mit 60.000 Einwohnern wird dem Erdboden gleichgemacht, 25.000 Menschen sterben. Andere Städte und Dörfer sind ebenfalls schwer betroffen.

Sowjetische Funkamateure nehmen sofort Notfunkverbindungen in andere Teile des Landes auf. Das Technische Hilfswerk – THW – entsendet eine Spezialeinheit darunter auch einen Funkamateur, der Verbindungen zur Einsatzleitung und nach Deutschland aufnimmt.

Das Deutsche Rote Kreuz, DRK, installiert in Armenien ein umfangreiches Kurzwellenfunknetz mit drei ortsfesten Stationen (Eriwan, Stepanavan und Leninakan) und stattet mehrere Einsatzfahrzeuge mit mobilen Kurzwellenanlagen aus.
Über diese Anlagen wird über einen Zeitraum von fast sechs Monaten die Verbindung zur Kurzwellenstation des DRK in Meckenheim-Merl – vorwiegend in der Betriebsart AMTOR (Amateur Telegraphie Over Radio – ein fehlerkorrigierendes Fernschreibverfahen, ähnlich dem kommerziellen SITOR: Simplex Telegraphy Over Radio) gehalten. Der Betrieb wird über die komplette Zeit durch DRK-Kurzwellenfunker, die häufig auch Funkamateure sind, aufrechterhalten.

Literaturquelle: DARC e. V.
http://www.darc.de/

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von RB-DESKKART, www.welt-atlas.de
Funksignal-Redaktion: René Füllmann, DL2XP


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü