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6. Januar 2005 – Beim Tsunami im Indischen Ozean sind sofort Funkamateure vor Ort

Amateurfunk-Notfunk-Dienst > Hilfe in der Not, Teil 3A, 3B, 3C



6. Januar 2005

Tsunami im Indischen Ozean
Funkamateure vor Ort


Lizenzierte Funkamateure, die gerade zu einer DXpedition seit dem 26. Dezember 2004 aufgebrochen waren stellen sofort ihre Funkgeräte zur Verfügung. Mit Hilfe von Autobatterien und einfacher Dipolantennen werden Funkstationen errichtet und eine direkte Verbindung zum Katastrophenstab eingerichtet.

Während der ersten beiden Tage nach dem Beben ist der Amateurfunk-Dienst die einzige Möglichkeit, Freunde und Angehörige der Betroffenen auf dem indischen Festland zu informieren. Funkamateure unterstützen die Kommunikationsinfrastruktur in der südostasiatischen Katastrophenregion.
Obwohl auch selbst betroffen, nehmen in Port Blair auf den Andamanen Funkamateure innerhalb kürzester Zeit den ersten Notfunkverkehr auf.
Seit der verheerenden Flutwelle sind Funkamateure in der südostasiatischen Katastrophenregion ununterbrochen im Einsatz, um die Nachrichtenverbindungen zu garantierenn. Amateurfunkstationen in Indien, Sri Lanka, Indonesien, Thailand und Malaysia ermöglichen die Kommunikation in die und in den betroffenen Gebieten. Bis die Kommunikationsinfrastruktur durch Hilfsdienste und Behörden wieder hergestellt ist, ist der Amateurfunkdienst bei der Bewältigung der Katastrophe das einzige Kommunikationsmittel.

Was ist eine DXpedition?

Lizenzierte Funkamateure sammeln Länder-Diplome. Hier geht es darum, möglichst viele verschiedenen Länder pro Amateurfunk-Frequenzband zu arbeiten. Jedes Land, und auch jede Insel hat seinen eigenen Landeskenner (Prefix). Lizenzierte Funkamateure reisen mit ihrer Ausrüstung zu einer einsamen Insel, von der sonst kein Amateurfunkbetrieb stattfindet und aktivieren dieses Land für sich und für ihre Freunde.
Seit dem 3. Dezember waren sie auf der Insel, um dieses bei Funkamateuren seltene und deshalb begehrte Land (Prefix) zu aktivieren. Direkt nach Eintritt der Katastrophe haben sie ihren normalen Funkbetrieb beendet und im Freien vor der beschädigten Unterkunft mit Notfunk begonnen.
Victor Goonetilleke, der Präsident des RSSL (Radio Society of Sri Lanka), des Amateurfunkverbandes auf Sri Lanka berichtet darüber in einer E-Mail an die ARRL: "Ham radio played a very important part and will continue to do so”.

Quellen:
Auslandsreferat des Deutschen Amateur Radio-Club e.V. (DARC)
http://www.darc.de
Referent: Hans-Heinrich Ehlers, DF5UG, Tel.: 08105/ 24381
E-Mail: df5ug@darc.de
Ungekürzter Bericht:
http://www.arrl.org/news/stories/2004/12/29/100/?nc=1
Bildnachweise: Google
http://images.google.de/images?q=Bilder+Tsunami&hl=de&rlz=1T4SKPB_deDE240DE255&um=1&ie=UTF-8&sa=X&oi=images&ct=title
http://www.3mfuture.com/images/destructive-power-of-a-tsunami.jpg
http://www.morganholiday.de/resources/_wsb_520x427_tsunami-photographer.jpg
http://www.rastlos.com/phuket2005/bilder/phuket_tsunami.jpg

Funksignal-Redaktion:
Robert René Füllmann, DL2XP



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