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28. August 1988 – Schweres Flugschau-Unglück in Ramstein – Funkamateure leisten erste Hilfe
Am 28. August 1988 prallen drei von zehn Militärflugzeugen der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori bei einem komplexen Flugmanöver in ca. 50 m Flughöhe vor den Zuschauern zusammen und eines stürzt brennend in die Zuschauermenge. 67 Menschen kommen in den Flammen ums Leben. Insgesamt sterben nach offiziellen Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung 70 Menschen, unter ihnen die drei beteiligten Piloten. Weitere 345 Menschen werden schwer verletzt.
Kurze Zeit danach bricht das Telefonnetz in Ramstein aufgrund der weiter zu leitenden Notrufe sowie der Nachfragen aus Nah und Fern zusammen. Funkamateure beteiligen sich am Notfunkverkehr, sorgen für Blutkonserven, spenden sogar teilweise selbst vor Ort. Ein Assistenzarzt, selbst Funkamateur, sorgt für das sofortige Bereitstellen zusätzlicher Blutkonserven. Mehrere Stationen aus verschiedenen Telefon-Vorwahlgebieten erledigen das Weiterleiten von Meldungen und Nachrichten ehrenamtlich. Das abgedeckte Netz der Funkamateure erstreckt sich nach 30 Minuten vom Raum Taunus über Mainz, Karlsruhe, Stuttgart bis nach Freiburg im Breisgau. Auch aus dem Saarland beteiligen sich Stationen. Drei Stunden dauert die Nachrichtenbrücke.
Literaturquelle: DARC e. V.
http://www.darc.de/
Bildquelle: Wikipedia
Funksignal-Redaktion: Robert René Füllmann, DL2XP
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