Hauptmenü
Amateurfunk-Notfunk-Dienst > Hilfe in der Not, Teil 3A, 3B, 3C
1. Juni 2000 –
Dramatische Rettungsaktion –
13-Jähriger von Piraten vor Honduras angeschossen
Willie van Tuijl ist gerade mit seinem Vater Jacco im Dingi, als nicaraguanische Seeräuber das wenige Meter entfernt ankernde elterliche Segelboot entern, in dem sich Willies Mutter Jannie befindet. Als sie entdecken, dass sich der Familienvater mit seinem Dingi dem Segelboot nähert, feuern sie mit automatischen Waffen.
In einer dramatischen Rettungsaktion kann der 13-jähriger Willie van Tujil durch Funkamateure, die den Notruf im Maritime-Mobile-Funk-Netz des 20-m-Amateurfunk-Dienst-Kurzwellenbands weiter geben, gerettet werden. Er wird von Piraten vor der honduranischen Küste angeschossen. Willie van Tuijl ist gerade mit seinem Vater Jacco im Dingi, als nicaraguanische Seeräuber das wenige Meter entfernt ankernde elterliche Segelboot entern, in dem sich Willies Mutter Jannie befindet. Als sie entdecken, dass sich der Familienvater mit seinem Dingi dem Segelboot nähert, feuern sie mit automatischen Waffen bis sie erkennen, dass sie ein Kind angeschossen haben.
Sie nehmen schließlich nur das Dingi mit, lassen jedoch die Familie auf dem Segelboot zurück. Via Amateurfunk ruft der Vater, der sein Amateurfunk-Rufzeichen KH2TD von der amerikanischen Lizenzbehörde FCC zugeteilt bekommen hat, um Hilfe.
Den Notruf hört Phil Fiol, WB2BMC, in Florida.
Der Arzt und Funkamateur Dr.-med. Jim Hirschmann, K4TCV, liefert „per Funk" permanente Tipps, den mit einem Bauchschuss lebensgefährlich verletzten Jugendlichen so lange am Leben zu halten, bis die ebenfalls mit Amateurfunk herbeigerufene Küstenwache die weitere Versorgung des Jungen organisiert.
ARRL-Präsident Emeritus Jim Haynie, W5JBP, meint hierzu in einem ABC-Interview: „Ohne den Amateurfunk-Dienst wäre dies die Geschichte eines Jugendlichen, der dann in einem honduranischen Krankenhaus gestorben ist."
Diese Rettung war mehrfach in den nationalen Medien erwähnt worden und dürfte mit Sicherheit bei einigen Freizeit-Skipper den Anstoß geben, sich auch für Amateurfunk an Bord zu entscheiden.
Quellen: ARRL (American Radio Relay League),
DARC e. V., CQ DL 06/00,
http://www.arrl.org
http://www.darc.de
Ungekürzte Berichte:
http://www2.arrl.org/arrlletter/00/0331/
http://www2.arrl.org/news/stories/2000/03/29/1/
Bildnachweis: ARRL:
(ARRL-President Jim Haynie)
Funksignal-Redaktion: Robert René Füllmann, DL2XP
Untermenü