Hauptmenü
Amateurfunk-Notfunk-Dienst > Hilfe in der Not, Teil 2C
17. August 1999 –
Erdbeben in Izmit – Lüdenscheider Funkamateure vor Ort
Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala am 17. August in der Westtürkei waren die Telefon- und Mobilfunknetze zusammengebrochen. Den Kontakt zur Außenweit stellen Funkamateure im Erdbebengebiet wieder her.
Der Lüdenscheider Serdar Demirci, sein internationales Amateurfunk-Rufzeichen: DL6DB, kann schon kurz nach der Katastrophe seinen Onkel Volkan Cobanoglu, TA2IV, in Istanbul erreichen. Der wiederum baut den Kontakt zu drei Funkamateuren im Erdbebengebiet auf. So erhält DL6DB direkt Informationen über Einzelschicksale und den Zustand der Straßenbeschaffenheit und Häuser im Erdbebengebiet und kann diese an die Angehörigen in Lüdenscheid und Umgebung weitergeben. Da in der örtlichen Tageszeitung die Telefonnummer von Semir abgedruckt wurde, bekommt er sogar Anfragen von besorgten Angehörigen aus ganz Deutschland.
In den folgenden Tagen wird der Kontakt mit den drei Stationen durch die Mithilfe der Funkfreunde des Lüdenscheider Ortsverbandes gehalten, um möglichst viele Anfragen beantworten zu können. Semir: „In so einer Lage muss man helfen."
Auch für das Technische Hilfswerk, das vor Ort im Einsatz ist, steuern die Lüdenscheider Funkamateure bei Bedarf die Logistik, schilderte der Lüdenscheider-Ortsverbandsvorsitzende Norbert Patent, DG1NPM.
Bei dem Erdbeben wurden 14 000 Todesopfer geborgen. Am schwersten getroffen wurden Gölcük und Izmit am Marmara-Meer.
Quelle: CQ DL 10/99, Alexander Strutzke, DH9AS,
http://www.darc.de/
Bildnachweis: Mehmet Celebi, USGS,
http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=15384&edit=0
Funksignal-Redaktion: René Füllmann, DL2XP
Untermenü